Am Freitagabend begrüßte der SV Gmundner Milch im Zuge der neunten Runde Landesliga West den SC Schwanenstadt 08. Die Traunseestädter waren in der vergangenen Runde nicht über ein Remis in Schalchen hinausgekommen, nahmen aber immerhin einen Punkt mit. Schwanenstadt steckte nach drei punktreichen Runden eine Niederlage in Dorf ein. Gegen Gmunden folgte gleich die nächste, wenn auch nur knapp.

Hausherren sorgen für Gefahr

Gmunden legte los wie die Feuerwehr und nach nur drei Minuten traf man nach einer Ecke bereits auf Aluminium, der Nachschuss von Dragan Calic fand dann aber nicht den Weg in die Maschen. Mit der nächsten gefährlichen Situation ging sogleich der erste Treffer einher: Richard Veverka zog aus der Distanz per Volley ab und versenkte die Kugel im Gehäuse von Antonio Tokic. Für die Angriffsfraktion der Gäste wirkte das anscheinend wie ein Wachruf, denn nur wenig später brachte Boris Bisercic die heimischen Zuschauer und Schlussmann Nicolas Spiessberger zum Schwitzen. Auf der anderen Seite zwang Radek Gulajev Gästekeeper Tokic nach einem Freistoß zu einer tollen Parade. Wenig später war Gulajev mit einem Kopfball erneut ganz nah am 2:0 dran. Auch gut zehn Minuten später konnte sich Tokic bei einem Freistoß des SVG erneut auszeichnen, dieses Mal machte er sich aber bei einem Versuch von Ante Anic lang. Mit der knappen Führung ging es auch in die Kabinen.

Anschluss kommt zu spät

Wenige Sekunden war in Durchgang zwei vergangen, da fiel der zweite Treffer. Nachdem Calic in der Box von Schwanenstadt zu Fall gebracht wurde, gab es Elfmeter. Gulajev nahm die Einladung dankend an und erhöhte die Führung des SVG. Der Sportclub gab sich aber weiterhin nicht auf und leitete sofort Gegenmaßnahmen ein. Spiessberger konnte direkt nach dem 2:0 den Anschlusstreffer aber unterbinden. In weiterer Folge entstanden auf beiden Seiten Möglichkeiten zu einem Treffer, so etwa als Spiessberger die Kugel nach einem Kopfball von Stefan Trauner gerade noch an die Stange lenken konnte, ehe der Schlussmann das Spielgerät endgültig sicherte. Der SCS setzte in Schlussphase alles daran, endlich den Anschluss zu machen, jedoch fehlte der entscheidende Pass um die Hintermannschaft der Traunseestädter zu überwinden. Das heißt, bis Bisercic nach einem Freistoß zu Abschluss kam und auf 2:1 verkürzte. Der Anschlusstreffer kam jedoch zu spät, denn die Gmundner ließen in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen und steckten die drei Punkte in ihre Tasche.

Wolfgang Wagner, Sektionsleiter SV Gmundner Milch:

„Grundsätzlich sind wir froh über den Sieg. Wir haben versucht wieder zielorientiert zu spielen, auch ein wenig für den Trainer, der mit Schwanenstadt eine Vorgeschichte hat. In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut drinnen, in der zweiten Halbzeit haben wir irgendwann aufgehört zu spielen und es sind Fehler passiert. Schwanenstadt ist eine kämpferisch starke Mannschaft und wollte unbedingt den Anschluss. Auch nach dem 2:1 haben sie nicht aufgehört. Hätten wir weitergespielt wie in Hälfte eins, hätten wir den Sack früher zu machen können. Man hat trotzdem den Willen unserer Mannschaft gesehen. Erste Halbzeit war unsere, die zweite hat Schwanenstadt gehört. Die drei Punkte tun der Moral gut und ich habe die Mannschaft lange nicht mehr so positiv und interaktiv miteinander gesehen wie nach diesem Sieg.“

Die Besten:

SV Gmundner Milch: Dragan Calic (ZDM), Richard Veverka (ST) und Radek Gulajev (ST)

SC Schwanenstadt: Boris Bisercic (ST)