In Gmunden entwickelte sich nach Anpfiff sofort ein munteres Fußballspiel, in dem die Wallerner zum ersten Mal für Gefahr sorgen konnten – einen Freistoß aus 20 Metern setzte Eric Zachhuber nur knapp über die Latte. Doch auch die Gastgeber versteckten sich nicht. Nach knapp 10 Minuten köpfte der aufgerückte Ahmet Trejic, nach Serbest-Maßflanke, nur knapp am Tor vorbei.

Nur wenige Minuten später war es erneut die mutig auftretende Memic-Elf, die fast in Führung gegangen wäre.

Nach einem Gestocher kam Kevin Schneider zum Abschluss, scheiterte aber glücklos am Aluminium. Der folgende Abstoß wurde von Wallern-Goalie Martin Haberl rasch und präzise ausgeführt – Edin Ibrahimovic mit freiem Zug zum Tor scheiterte aber an Gmundens Stefan Singer.

300 Zuschauer in Gmunden durften sich an einem abwechslungsreichen Spiel erfreuen, mussten aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die Truppe von Neo-Coach Neuhofer immer stärker wurde und das Spiel zu kontrollieren begann. Mehr als der ein oder andere Schussversuch sollte es aber auf Seiten der Gäste nicht werden. Als beide Teams schon auf den Pausenpfiff von Schiedsrichter Ebner warteten, ergab sich noch die Riesenchance für den jungen Elvis Selishta auf Seiten der Traunseestädter. Nach einem Abwehrschnitzer von Wallerns Hintermannschaft kam der linke Flügelspieler frei zum Abschluss, setzte die Kugel aber über den Kasten.

Im zweiten Durchgang blieb das Spiel umkämpft, mit klaren spielerischen Vorteilen auf Seiten der Wallerner. Die Gmundner schufteten und rackerten vorbildlich, schließlich musste Trainer Almir Memic ganze 8 Stammkräfte vorgeben. In den Blickpunkt geriet nach 53 Minuten Gmunden-Schlussmann Stefan Burger, der den stark getretenen Freistoß von Wallerns Mateo Kvesa über die Latte drehen konnte. Der darauffolgende Eckball führte zu mehreren Abschlussmöglichkeiten für die Neuhofer-Elf, der Ball fand aber nicht den Weg ins Tor.

In der Schlussphase der Partie hieß es nochmals ordentlich zittern für die Milch-Kicker aus Gmunden. Etwa als Eric Zachhubers Abschluss nur haarscharf am Pfosten vorbeistrich oder kurz vor Abpfiff, als Hakan Baltaoglu seinen Kopfball nur knapp am Tor vorbeiköpfte – Mark Janko lässt grüßen. So beendete Schiedsrichter Stefan Ebner diese Nullnummer. Für den SV Gmundner Milch definitiv ein gewonnener Punkt, während sich die Wallerner spielerisch verbessert zeigten und mit mehr Kaltschnäuzigkeit den Dreier machen hätte können.

Stimmen zum Spiel

Wolfgang Wagner (Sektionsleiter Gmunden): „Wir können mit dem Punkt heute gut leben. Vor allem wenn man bedenkt, dass bei uns der halbe Kader verletzungsbedingt fehlt. Wir hatten ab und zu gute Chancen, durch die fehlende Homogenität war dann aber auch nicht mehr drinnen. Spielerisch war Wallern besser, mit der kämpferischen Leistung sind wir aber sehr zufrieden.“

Albert Huspek (Sportlicher Leiter Wallern): „Ich kann mit dem Unentschieden heute leben, das einzige was heute gefehlt hat, waren die Tore. Wir haben über weite Strecken des Spiels das Geschehen kontrolliert und zeigten uns in manchen Bereichen auch verbessert. Es ist definitiv eine Leistung, auf die man aufbauen kann.“

Die Besten:
SV Gmunden: Stefan Burger (TW) Momo Vukmir (DM)
SV Wallern: Felix Huspek (IV), Eric Zachhuber (RM)