Der SV Gmundner Milch drückt nach dem Abstieg auf die Reset-Taste.

Mit einer weitgehend erneuerten Kampfmannschaft geht der Traditionsverein in die Landesliga-Saison.

15 Jahre lang spielte der SV Gmundner Milch in Oberösterreichs höchster Liga. Jetzt, nach dem Abstieg aus der OÖ-Liga in die Landesliga West, musste sich der Traditionsklub neu sortieren. Allein deshalb, weil sieben Spieler den Verein verließen.

Doch den Gmundnern gelang es in der Sommerpause, um Kapitän Dragan Calic, Abwehrchef Ahmet Trejic und Torjäger Richard Veverka eine neue, deutlich verjüngte Mannschaft zusammenzustellen. Gleich neun Zugänge gibt es, darunter vier Spieler aus Stadl-Paura und zwei aus Strobl.

„Perspektive für junge Spieler“

Dazu kehrt mit Thomas Heissl ein in Gmunden Altbekannter in den Trainersessel zurück. Der 44-jährige HAK-Lehrer in Bad Ischl, der zuletzt den SK Bischofshofen coachte, hat die Gmundner bereits einmal betreut und löst jetzt Trainer Almir Memic ab. „Heissl ist auch ein wesentlicher Grund dafür, dass wir viele junge Spieler gewinnen konnten“, sagt Obmann Günter Laska. „Die sehen in Gmunden zu Recht eine Perspektive.“

Der Vereinsboss ist froh darüber, dass die bisherigen Sponsoren des SV Gmundner Milch dem Verein trotz Abstieg treu blieben. „Was die Finanzkraft betrifft, waren wir in der OÖ-Liga aber ohnehin bei den schwächsten Vereinen“, sagt er. Nicht nur deshalb warnt Laska jetzt vor zu hohen Erwartungen. „Wir wollen in der Tabelle vorne mitspielen, und unser klares Ziel ist der Wiederaufstieg“, sagt er. „Aber wir kennen unsere Gegner in der Landesliga noch kaum. Das könnte zu Beginn ein Nachteil sein. Ein Wunschkonzert wird das nicht.“

Wer die neue Mannschaft erleben will, hat am Freitag 12.07.2019, 19.30 Uhr, bei einem Testspiel in Kirchham erstmals Gelegenheit. Dort messen sich die Gmundner am Team von ASKÖ Vorchdorf (Bezirksliga Süd). Ernst wird es am Samstag, 27. Juli, wenn der SV Gmundner Milch im ersten Cup-Spiel gleich auf einen alten Rivalen trifft: den SV Zebau Bad Ischl.