Der SV Gmunden ist in der OÖ-Liga in aller Munde. Nach dem Sensationssieg in Weißkirchen legte die Memic-Elf einen überzeugenden Auftritt gegen Union Perg nach und holte die nächsten drei Punkte. Kein Wunder also, dass die Traunseestädter sich auch gegen ASKÖ Donau Linzetwas ausrechneten. Und das völlig zurecht, denn am Ende der 90 Minuten gingen die Hausherren als 3:1-Sieger vom Platz und verließen damit vorerst die Abstiegsränge.

Veverka bestraft Unachtsamkeit

Voller Selbstvertrauen starteten die Hausherren in die Partie und versuchten die Linzer mit hohem Pressing unter Druck zu setzen. Die Gäste wählten von Beginn an eine eher defensivere Ausrichtung und versuchten über Kontersituationen zum Erfolg zu kommen. Es dauerte bis zur 14. Spielminute, dass die 250 Zuseher in der Gmundner SEP Arena erstmals jubeln durften. Richard Veverka, der vergangene Runde mit einem Triplepack glänzte, nützte eine Unaufmerksamkeit von Donau-Verteidiger Piesinger und stellte auf 1:0 für die Memic-Elf. Kurz darauf hatte der Torschütze Pech, als ein Schuss von ihm an die Latte ging. In der 21. Minute erhöhten die Hausherren sogar auf 2:0. Nach einer Flanke von der linken Seite, nützte Christopher Kröhn den freien Raum in der Mitte und köpfte den Ball in die Maschen. „Da waren wir nicht konsequent genug am Mann“, ärgerte sich Donau-Trainer Gschnaidtner über diesen Treffer. In der Folge blieb der SV Gmunden das aktivere Team, nennenswerte Torraumszenen ergaben sich aber bis zum Pausenpfiff keine mehr.

Gmunden lässt nichts anbrennen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich wenig am Charakter des Spiels. Die Gmundner schienen fest entschlossen, den dritten Sieg in Serie einzufahren. Nach einer guten Stunde krönte Christopher Kröhn seine gute Leistung mit dem zweiten Treffer. Kevin Schneider, an diesem Abend stärkster Mann am Platz, enteilte auf der linken Seite seinen Gegenspielern und brachte einen mustergültigen Querpass in die Mitte – Kröhn brauchte nur noch einzuschieben. Kurz darauf erneut Pech für Gmunden-Stürmer Veverka, der bei einem Freistoß nur die Stange traf. Nach 75 Minuten gelang den Linzern der Ehrentreffer. Nachdem Routinier Peter Vorisek den Ball nicht klären konnte, fackelte Nemanja Vidovic nicht lange und schoss unhaltbar ein. Donau Linz hatte nun die stärkste Phase im Spiel und drängte die Gastgeber mehr und mehr zurück. So hätten die Blau-Gelben aus der Landeshauptstadt beinahe das Spiel nocheinmal spannend gemacht. Matej Vidovic bediente Nemanja Vidovic, dessen Drehschuss aber nicht den Weg ins Tor fand – Gmundens Tormann Stefan Burger war am Posten und entschärfte den Versuch mit einer starken Reaktion. Somit blieb es beim 3:1-Erfolg für die Milch-Kicker aus dem Salzkammergut. Ganz wichtige Punkte für die Memic-Elf im Abstiegskampf – bei der ersatzgeschwächten ASKÖ Donau Linz hingegen, ist weiterhin der Wurm drin.

Stimmen zum Spiel

Wolfgang Wagner (Sektionsleiter SV Gmunden):

Ich habe die Mannschaft schon lange nicht mehr so gesehen wie heute. Wir haben Herz, Kampf und Leidenschaft gezeigt – wir sind zum richtigen Zeitpunkt munter geworden! In der ersten Halbzeit waren wir besser, in der zweiten fand Donau Linz dann besser ins Spiel. Insgesamt ist der Sieg aber hochverdient – jetzt geht’s nach Pregarten, auch dort wollen wir punkten.

Harry Gschnaidtner (Trainer Donau Linz):

Wir haben ganz gut begonnen, sind dann aber durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten. Dann haben wir bei einer Flanke nicht gut genug aufgepasst und schon bist du 0:2 in Rückstand. Aufgrund unserer angespannten Personalsituation ist es derzeit nicht einfach.

Die Besten:

SV Gmunden: Ari Taner (DM), Kevin Schneider (LM)