Am Samstagnachmittag empfing in der siebenten Runde der Landesliga West die Union Peuerbach den SV Gmundner Milch zum Duell Aufsteiger gegen Absteiger. Die Union konnte bislang nur ein Spiel gewinnen, die Peuerbacher wissen nach dem Aufstieg aber durchaus zu gefallen. Den Traunseestädtern ist nach demn Abstieg aus der OÖ-Liga die Trendewende gelungen und sind der erste Verfolger von Tabellenführer Schärding. Die Hausherren gerieten zwei Mal in Rückstand, bewiesen aber tolle Moral und hätten das Spiel beinahe gedreht. Nach 359 Minuten ohne Gegentor wurde die Gmundener Torsperre geknackt, musste sich die Heissl-Elf mit einem 2:2-Unentschieden begnügen.

Calic bringt Gäste in Front – Jaksa versenkt Freistoß
Vor rund 200 Besuchern verzeichneten die Gäste in der Sparkassen Arena den besseren Start. Die ballsicheren Gmundner bestimmten zunächst das Geschehen, ohne jedoch zwingend zu agieren. Mitte der ersten Halbzeit ging die Heissl-Elf mit ihrer ersten Chance in Führung. Nach einer Flanke der Gäste fiel die Faustabwehr von Union-Schlussmann Matthias Bräuer zu kurz aus, Dragan Calic stand goldrichtig und setzte die Kugel ins lange Eck. Der Aufsteiger steckte diesen Treffer weg, fand zusehends besser in die Partie und spielte gute nach vorne. In Minute 35 konnte Jan Schrank vom herauseilenden Gästegoalie Valentino Maric nur durch ein Foul gestoppt werden. Der Keeper kam mit Gelb glimpflich davon, den daraus resultierenden Freistoß versenkte jedoch Peter Jaksa. Kurz danach wurde ein Jaksa-Schuss von einem Verteidiger geblockt. In Minute 44 strich eine Freistoßflanke von Stefan Kornfelder knapp am SVG-Gehäuse vorbei. Somit ging es mit 1:1 in die Pause.
Vukmir verwandelt Elfmeter – Aufsteiger gleicht erneut aus
Nach dem Wiederanpfiff von Schiedsrichter Firlej war die Heimelf von Coach Krisztian Beregszaszi spielbestimmend. In Minute 55 geriet der Aufsteiger aber erneut ins Hintertreffen, als Georg Adlesgruber im eigenen Strafraum ein Foul beging und Momo Vukmir den Elfmeter verwandelte. Aber auch nach dem zweiten Gegentor bewiesen die Peuerbacher tolle Moral und machten fortan ordentlich Dampf. Am Beginn der Schlussviertelstunde machte die Union den Rückstand abermals wett, als Kornfelder einen Stanglpass des eingewechselten David Szücs verwertete. In der restlichen Spielzeit stand das Match auf Messers Schneide und wäre beinahe gekippt. Doch sowohl ein Kornfelder Schuss, als auch ein Kopfball von Jürgen Hauseder verfehlten das Gehäuse der Gäste knapp. Es blieb beim 2:2, wurden nach interessanten 90 Minuten die Punkte geteilt.

Stimmen zum Spiel:
Markus Mayr, Sportchef Union Peuerbach:
„Auch wenn wir zwei Mal in Rückstand geraten sind, wäre heute mehr möglich gewesen. Schon in den vergangenen Spielen waren wir nie die schlechtere Mannschaft, heute war das nicht anders. Der Punkt ist gut für die Moral, die Mannschaft belohnt sich für ihre starken Leistungen aber zu wenig“.
Wolfgang Wagner, Sektionsleiter SV Gmunden:
„Wir haben gut begonnen, in der Folge sind uns aber zahlreiche individuelle Fehler unterlaufen. Gegen einen ungemein starken Aufsteiger haben wir letztendlich einen glückliches Unentschieden geholt und sind mit dem einen Punkt zufrieden. Am nächsten Samstag erwartet uns die nächste harte Nuss und müssen uns gegen die formstarken Bad Wimsbacher steigern“.

Die Besten:
Union Peuerbach: Peter Jaksa
SV Gmunden: Tommy Schmidl

Günter Schlenkrich