Vor in etwa 270 Zuschauern starteten die Gmundner selbstbewusst und schafften es umgehend, dem Kontrahenten das eigene Spiel aufzudrücken. Mit den schnellen, dynamischen Akteuren, die vorrangig in der Offensive beheimatet sind, setzte man den Innviertlern enorm zu und stellte sie im Abwehrverbund vor Probleme.

Nachdem Christopher Kröhn zwei Topchancen liegen gelassen hatte, war es in der 33. Minute dann so weit. Nach einer Hereingabe von der linken Seite wurde es im Strafraum der Rieder plötzlich hektisch. Schlussendlich sprang der Ball von Bojan Lugonja ins eigene Tor zum 1:0.

Die Jungen Wikinger schafften es indes selbst nicht, in der Offensive die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln, um die Abwehr Gmundens ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. „Wir haben das Problem, dass wir im letzten Drittel zu wenig in die Räume gehen. Da sind wir nicht entschlossen genug.

Taktisch war es auch die falsche Variante in der ersten Hälfte“, informiert Gästecoach Stefan Unterberger. „Von uns war das eine super erste Halbzeit. Wir waren die bessere Mannschaft“, zieht der sportliche Leiter der Gmundner Gerhard Mittermayr ein zufriedenstellendes Zwischenfazit.


Nach dem Seitenwechsel schafften es die Gäste, eine Leistungssteigerung zu erzielen.

Angesprochene fehlende Konsequenz im Offensivbereich haftete aber weiterhin dem eigenen Spiel als Makel an. Trotzdem gelang in der 82. Minute dann der Ausgleich. Nemanja Zikic fasste sich aus beträchtlicher Distanz ein Herz, hatte dabei aber Glück, dass sein Schuss unhaltbar abgefälscht wurde.

Stimmen zum Spiel:

Gerhard Mittermayr (sportlicher Leiter SV Gmundner Milch):

„In den zweiten 45 Minuten haben wir zu wenig getan. Die Jungen Wikinger waren dann spritziger und hatten mehr vom Spiel. Wenn man aber beide Hälften betrachtet, ist das Remis gerecht.“

Die Besten: Sercan Serbest, Ahmet Trejic

Stefan Unterberger (Trainer Junge Wikinger Ried):

„Gmunden war ein immens unangenehmer Gegner. Sie haben meines Erachtens eine irrsinnige Qualität im Kader. Das Unentschieden ist verdient. Wir müssen nun weiter arbeiten, vor allem in der Offensive.“