LT1 OÖ-Liga (4.Runde): SV Gmundner Milch vs. Union Edelweiß Linz 1:0

Eine Stunde vor dem Anpfiff des zweiten Heimspiels machte sich in der Traunseestadt der Wetterumschwung bemerkbar. Der einsetzende Regen und die damit verbundene Abkühlung sorgten für ideale Fußballverhältnisse. Leider fanden sich trotz des überraschenden Erfolgs gegen Wallern nur 230 Zuschauer im weiten Rund der SEP-Arena ein. Diese mussten ihr Kommen allerdings nicht bereuen.

Unsere Mannschaft kam mit viel Elan aus den Startlöchern und fand bereits in der ersten Spielminute eine gute Torgelegenheit vor. Nach einer Serbest-Flanke legte Kapitän Calic ab auf Richard Veverka, welcher die Kugel aus rund 16 Metern knapp über das Gehäuse setzte. Fünf Minuten waren gespielt, als die Gäste aus Linz erstmals im gegnerischen Strafraum auftauchten und nach einem vermeintlichen Handspiel vehement Elfmeter reklamierten. Der Schiedsrichter ließ aber in dieser Situation weiterlaufen. Auch in weiterer Folge hatte die Union Edelweiß etwas mehr Spielanteile, wobei vor allem der quirlige Philipp Frühwirth immer wieder für Betrieb im Mittelfeld sorgte. Unsere Blau-Weißen standen aber defensiv sehr diszipliniert und ließen keine nennenswerten Torchancen zu. Nach exakt einer halben Stunde hatte unsere Mannschaft jedoch Glück, dass die Gahleitner-Elf nicht den Führungstreffer erzielte. Wieder war es Philipp Frühwirth, dessen Freistoß sich zum Lattenpendler entwickelte. Drei Minuten später waren es schließlich die Traunseestädter, die Grund zum Jubeln hatten. Sercan Serbest bediente Richard Veverka mit einem perfekten Ball in die Gasse. Unser Goalgetter behielt die Nerven, umkurvte Edelweiß-Schlussmann Schützeneder und brachte unsere Buam in Front. Auch in weiterer Folge hatten die Gäste aus dem Linzer Süden mehr Ballbesitz, ohne dabei gefährliche Torchancen herauszuspielen. Daher ging es auch mit dem Zwischenstand von 1:0 in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang kamen die Linzer erneut mit viel Schwung aus der Kabine. In der 53. Minute rauschte ein Schuss von Akif Imamovic um Haaresbreite am Gmundner Tor vorbei. Unsere Mannschaft überließ der Edelweiß das Spielfeld und lauerte vermehr auf Kontergelenheiten. Ab Minute 64 agierte der SVG in Überzahl, nachdem Akif Imamovic nach einer sinnlosen Unsportlichkeit die Gelb/Rote Karte sah. Fünf Minuten später musste es eigentlich 1:1 stehen, nachdem Edelweiß-Kapitän Marius Bogdan alleine vor SVG-Goalie Kiyan Golkar auftauchte. Unser Schlussmann behielt aber im Eins-gegen-Eins-Duell die Oberhand und rettete der Vorisek-Elf die Führung. Eine Viertelstunde vor dem Ende vergaben die Heimischen die große Möglichkeit auf die vorzeitige Entscheidung. Momo Vukmir machte sich nach einem Veverka-Traumpass alleine auf den Weg Richtung Edelweiß-Goalie Schützeneder. Unser Neuzugang setzte jedoch die Kugel ganz knapp neben die Stange. Eine Minute später reklamierte die Gmundner einen Foulelfmeter, nachdem Tommy Schmidl im gegnerischen Strafraum zu Fall kam. Auch in dieser Situation blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Da es unsere Mannschaft verabsäumte, den Sack zuzumachen, drängten die Gäste in den letzten zehn Minuten auf den Ausgleichstreffer. Eine gute Einschussmöglichkeit wollte aber nicht mehr entstehen, sodass es am Ende beim knappen Heimsieg unserer Blau-Weißen blieb.

Mit sieben Punkten aus vier Spielen schaffte unsere Mannschaft einen mehr als ordentlichen Start in die neue Saison. Jetzt heißt es dranbleiben und weiter punkten, wenngleich mit den Jungen Wikingern der SV Ried sowie der ASKÖ Oedt zwei schwere Brocken auf uns warten. Besonders erwähnenswert ist noch die Leistung von Patrick Loidl, der nach langer Verletzungspause den verletzten Ahmet Trejic in der Innenverteidigung bravurös ersetzte.

SV Gmundner Milch vs. Union Edelweiß Linz

SEP-Arena Gmunden, 230 Zuschauer

Tor: Richard Veverka (33.)

Aufstellung: Kiyan Golkar, David Feusthuber, Petr Vorisek, Patrick Loidl, Vinko Svalina, Robert Matesic, Dragan Calic, Momo Vukmir (90. Kevin Schneider), Tommy Schmidl, Sercan Serbest (95. Mario Gaubinger), Richard Veverka (81. Alexander Heidecker).